HSG Völklingen
Handball mit Herz

12. Sieg in Folge - knappe Entscheidung gegen die Falken aus Fraulautern - Überherrn mit 22:21 (10:10)

08.02..25 Völklingen

 

Nach dem schweren und möglicherweise vorent-scheidenden Sieg gegen Saarbrücken war die HSG Völklingen gefordert, sich gegen den Angstgegner HSG Fraulautern-Überherrn zu beweisen. Doch schon früh wurde klar, dass das emotionale und physische Nachbeben des Saarbrücken-Spiels den Tabellenführer deutlich beeinflusste. Die Konzentration und Konsequenz im Spiel fehlten, und die gewohnt klare Linie der Völklinger war gegen einen taktisch unangenehmen Gegner kaum zu erkennen.

Völklingen steht sich selbst im Weg
Das Spielsystem der HSG Fraulautern-Überherrn lag der HSG Völklingen von jeher nicht. Auch diesmal stellten die Falken die Völklinger vor große Probleme.  Hinzu kam die fehlende Präzision im Abschluss: 15 technische Fehler, 8 Pfosten- und Lattentreffer sowie 16 vergebene freie Würfe zeichneten ein ungewohnt fehlerhaftes Bild der Völklinger Offensive. Dass die Falken im Spiel blieben, war auch der starken Leistung ihres Torwarts Matthias Reuber zu verdanken, der zahlreiche Hochkaräter entschärfte.

In der ersten Halbzeit begegneten sich die Teams ergebnistechnisch auf Augenhöhe. Obwohl die Abwehr der HSG Völklingen solide arbeitete, ließ die Chancenauswertung zu wünschen übrig. Nach 15 Minuten führten die Gäste knapp mit 4:3, konnten diesen Vorsprung jedoch nicht ausbauen. Die Unkonzentriertheiten im Angriff erlaubten es Fraulautern-Überherrn, immer wieder auszugleichen. Mit einem 10:10 ging es in die Halbzeitpause – ein Spielstand, der den Druck auf beide Mannschaften hochhielt.

Zweite Halbzeit: Spannung bis zum Schluss
Nach der Pause zeigte sich die HSG Völklingen verbessert. Mit einer kurzen Drangphase gelang es, sich erstmals mit zwei Toren abzusetzen (18:16). Doch Fraulautern-Überherrn blieb hartnäckig und kämpfte sich in den letzten Minuten erneut heran. In dieser Phase kam es zu einer richtungsweisenden Entscheidung von Trainer Dirk Eberhard.
Alexander Dreier, der für das Spiel eigentlich eine Pause erhalten sollte, um Kräfte zu schonen, wurde fünf Minuten vor Schluss beim Stand von 19:19 ins Tor eingewechselt. Bis dahin hatte Usman Bajwa eine gute Leistung gezeigt, doch die Einwechslung von Dreier brachte eine zusätzliche Energie und mentale Stärke ins Team. Mit mehreren entscheidenden Paraden in der Schlussphase machte Dreier den Unterschied und sicherte der HSG Völklingen den knappen und verdienten 22:21-Sieg. 
Neben Alexander Dreier war es auch Samir Altpeter, der nach einer verhaltenen Anfangsphase aufdrehte und in der Abwehr und im Angriff wichtige Impulse setzte. Gemeinsam mit der starken Abwehrarbeit, die über weite Strecken des Spiels ein Rückgrat des Völklinger Erfolgs war, konnten diese individuellen Leistungen den Sieg sichern.

Obwohl die HSG Völklingen ihren zwölften Sieg in Folge einfahren konnte, zeigte sich, dass das Saarbrücken-Spiel die Mannschaft gefordert hatte. Die Anspannung und Konzentration fehlten, und gegen einen taktisch unangenehmen Gegner wie Fraulautern-Überherrn tat sich die Mannschaft schwer. Dennoch bewies das Team, dass es auch knappe und nervenaufreibende Spiele gewinnen kann – ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur Meisterschaft. Und in der laufenden Saison haben wir jetzt zweimal gegen die Falken gewonnen, was in der Vergangenheit nicht immer so war. 

Nun blickt die HSG Völklingen auf das kommende Heimspiel gegen die Black Bulls Alsweiler. Vor heimischem Publikum bietet sich die Gelegenheit, die Siegesserie auszubauen und das spielerische Selbstbewusstsein weiter zu festigen.


Es spielten: 
HSG Völklingen: Usman Bajwa, Alexander Dreier im Tor, Niklas Hoff (5), Niklas Louis (5), Samir Altpeter (4), Evan Gordon (3), Nils Lauer (2), Maximilian Junius (1), Lars Kron (1), Marcel Rodrigue Mba (1),  Mattis Hoff, Philipp Kiefer, Darius Kopp, Jannis Lorenz, Trainer Dirk Eberhart

HSG Fraulautern-Überherrn: Lennart Poncelet (8), Christian Jung (5), Hendrik Balthasar (3), Marc Jung (3), Alexander Sauder (1), Thomas Kirsch, Vitali Kolmakov, Marco Poncelet, Matthias Reuber, Marius Schmitz 

Schiedsrichter: Pascal Oeser, Anna Teich

 


 


 


 

 


 

 



 
E-Mail
Karte